Planung der PV-Anlage

Entscheidend für die Dimensionierung und die Amortisation einer Photovoltaikanlage ist neben der Spitzenleistung vor allem der Jahresertrag (die Menge der in einem Kalenderjahr gewonnenen elektrischen Energie). Die Strahlungsenergie variiert tages-, jahreszeitlich und wetterbedingt. So kann eine PV-Anlage in Deutschland im Juli gegenüber dem Dezember einen bis zu 10x höheren Ertrag bringen.

Der Jahresertrag muss größer als Ihr Jahresverbrauch sein, da Sie in keinem Fall die gesamte erzeugte Energie nutzen können. Ihr individuelles Nutzungsverhalten bestimmt, wie viel des verbrauchten Stroms durch die PV-Anlage abgedeckt werden und wie viel in das Netz eingespeist wird. Häufig werden Batteriespeicher eingesetzt, um die Energie aus der PV-Anlage auch später nutzbar zu machen.

Grundsätzlich gilt: Der jährliche Solarertrag sollte mindestens 25% über dem jährlichen Strombedarf liegen.

Prüfen Sie hierfür zunächst Ihre letzten Stromabrechnungen um festzustellen, wieviel Strom sie durchschnittlich verbraucht haben. Liegt Ihr mittlerer Energiebedarf der letzten Jahre z.B. bei 4.000 kWh, sollte Ihre Photovoltaikanlage mindestens 5.000 kWh (Formel: 4.000 kWh x 125%) erzeugen.

Tipp: Für eine optimal dimensionierte Photovoltaikanlage müssen unbedingt auch zukünftige Bedürfnisse berücksichtigt werden. Ist beispielsweise die Anschaffung eines Elektroautos vorgesehen oder die Installation einer Wärmepumpe geplant, sollten für optimalen wirtschaftlichen und ökologischen Nutzen auch diese mit selbst erzeugter Energie geladen bzw. betrieben werden.

Die Sonne liefert abhängig vom Standort auf der Erde eine gewisse Energiemenge je Quadratmeter. Das bezeichnet man als Globalstrahlung. In Deutschland liegt der durchschnittliche Energieertrag durch Globalstrahlung bei ca. 1.000 kWh/m² im Jahr. Je nach Wirkungsgrad der Module entsteht ein mittlerer Energieertrag von rund 200 kWh pro Quadratmeter Solarfläche in einem Jahr. Um 5.000 kWh pro Jahr zu erzeugen, sollte Ihre Photovoltaikanlage also mindestens 25 m² groß sein. Ausgehend von einem aktuellen PV-Modul mit 400 Wp und Abmessungen von 1,7 x 1,1 m ergibt sich eine Anlagengröße von:

25 m²/ (1,7 x 1,1) m² = 14 Module 

bzw. 14 x 0,4 kWp = 5,6 kWp

Zur Dimensionierung einer Photovoltaikanlage nutzen wir jedoch den spezifischen Energieertrag, welcher viel konkreter (und damit genauer) für Ihren individuellen Anwendungsfall ist.

Der spezifische Energieertrag wird von vier Faktoren beeinflusst:

  1. regionale Lage
  2. Wirkungsgrad der Solarmodule
  3. Ausrichtung und Neigung der Solarmodule
  4. Verschattung der Solarmodule

Die exakte regionale Globalstrahlung für Ihren Standort können Sie aus den Karten des Deutschen Wetterdienstes ablesen. Wenn Sie beispielsweise in Weimar wohnen, werden es rund 930 kWh/m² sein. Die Auswirkungen von Wirkungsgrad, Ausrichtung, Einstrahlwinkel und Verschattung der Module kann man nur sinnvoll mit einer computergestützten Simulationssoftware abschätzen, die auf große Datenbanken zurückgreift. Wir ermitteln zu jeder Anlage den spezifischen Jahresertrag und führen so eine exakte Ertragssimulation durch.

Grundsätzlich muss vorab geklärt werden, ob eine Installation von Solarmodulen auf Ihrem Dach überhaupt möglich ist. Sollten Sie das selbst nicht beurteilen können, dann werden unsere Partner-Ingenieure Sie tatkräftig dabei unterstützen.

Verfügen Sie über mehrere Dachflächen, sollte auch geprüft werden, bei welcher Dachneigung und Ausrichtung Sie die höchsten Erträge erwarten können. Einige Dachflächen eignen sich besser, andere vielleicht schlechter. Das können wir mit unserer computer­gestützten Simulations­software für Sie beurteilen. Übermitteln Sie uns im Erfassungsformular möglichst alle in Frage kommenden Dachflächen.

Wieviel Photovoltaikleistung Sie auf Ihrem Dach installieren können, ist zunächst abhängig vom Dachtyp und der verwendeten Unterkonstruktion. Auf einem Satteldach werden die Module zumeist dachparallel montiert. Auf einem Flachdach hingegen werden die Module entweder mit einer Süd- oder Ost- / Westaufständerung installiert. Die Fläche des Flachdaches zu messen ist einfach. Ein wenig aufwendiger ist die Ermittlung der zur Verfügung stehenden Fläche bei einem Satteldach. Hier hilft unsere computergestützte Simulationssoftware.

Tipp: Wenn Sie ein Ziegeldach haben, müssen Sie zum Messen nicht auf Ihr Dach steigen – messen Sie einfach einen Ziegel aus und zählen Sie dann die Ziegel auf dem Dach in der Länge und in der Breite. Nun können Sie die exakte Größe ermitteln und ggf. eine Skizze anfertigen. Von der ermittelten Nettodachfläche müssen allerdings evtl. vorhandene Dachfenster, Kamine, Entlüftungen, u.a. noch abgezogen werden.

Eine grobe Überschlagsberechnung für 1 kWp PV-Leistung kann man mit folgenden Flächenfaktoren anstellen:

  • dachparallele Montage auf Satteldach: 7m² je kWp
  • Flachdachmontage mit Südaufständerung: 10m² je kWp
  • Flachdachmontage mit Ost-Westaufständerung: 8m² je kWp

Sie übermitteln uns über unser Erfassungsformular relevante Daten zu Ihrem Haus, Ihrem Energie­verbrauch usw. Damit dimensionieren wir die PV-Anlage hinsichtlich Module, Wechselrichter und Speicher. Außerdem erstellen wir ein Angebot, was wir mit Ihnen gemeinsam durchsprechen. Hier haben Sie die Wahl zwischen einem persönlichen oder einem Online-Termin. Im Anschluss bekommen Sie 14 Tage Zeit, um sich zu entscheiden.

Prinzipiell ja: Statt das Erfassungsformular online auszufüllen, haben Sie optional die Möglichkeit, dass wir zu Ihnen für eine Baubesprechung persönlich vor Ort kommen. Dann füllen wir das Erfassungsformular für Sie aus und legen gemeinsam final fest, wo Wechselrichter, ggf. Speicher sowie Unterverteilung aufgebaut werden. Außerdem dokumentieren wir abschließend alle relevanten Gegebenheiten des Bauplatzes, damit bei der Errichtung auch alles planmäßig funktioniert.

Allerdings gehen wir davon aus, dass Sie das eigene Haus am besten kennen. Deshalb bieten wir allen Kunden die Chance, die Daten online zu übermitteln. In die Entwicklung des Online-Erfassungsformulars sind mehrere Jahre Erfahrung eingeflossen und es entstehen unserer Einschätzung nach absolut keine Nachteile. Das spart natürlich jede Menge Kosten, was wir komplett an Sie weitergeben. Sollten Sie dennoch eine persönliche Baubesprechung vor Ort wünschen, so berechnen wir hierfür eine Servicepauschale von 250 € netto.

Wir melden Ihre Anlage beim örtlichen Energieversorger an und veranlassen die Registrierung bei der Bundesnetzagentur für Sie. Dafür benötigen wir die Daten aus dem Formular auf dieser Seite. Bitte denken Sie daran.

Kurzum: Keine. 

Optimalerweise besitzen Sie eine VDE-konforme Elektroinstallation sowie einen Zählerschrank, der den aktuellen TAB (technischen Anschlussbedingungen) Ihres Netzbetreibers entspricht. Ist das nicht der Fall, installieren wir eine zusätzliche Unterverteilung nur für die PV-Technik.